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1889 wird die Beschaffung von zwei Trajektschiffen beschlossen. In Auftrag gegeben wird aber aus unbekannten Gründen nur ein Schiff. Dieses Trajektschiff kommt unter der Bezeichnung DGV 1 im Dezember 1890 in Betrieb. Es ist zwar ungefähr gleich gross wie die Trajektschiffe des Thuner- und Zürichsees, weist aber zwei Maschinen statt nur eine auf. Zudem ist es mit einem Dreischienengleis für Normalspur (1'435 mm) und Schmalspur (1'000 mm) ausgestattet.

1896 wird das vom Thunersee erworbene BB II als DGV 2 in Betrieb genommen, obschon der Trajektverkehr auf dem Vierwaldstättersee nie die Ausmasse des Verkehrs im Berner Oberland annimmt. Ende Oktober 1920 wird der Betrieb eingestellt. DGV 1 wird 1923 an die Weser in Deutschland verkauft. DGV 2 dagegen verbleibt vorerst bei der Schifffahrtsgesellschaft. Es wird auch weiterhin sporadisch für alle möglichen Transporte oder Kabelverlegungen verwendet, ab 1932 unter dem neuen Eigner Seekag. Erst 1963/64 wird das Schiff komplett in ein Diesel-Kiestransportschiff umgebaut. 1970 sinkt die Einheit, wird aber gehoben und abermals umgebaut. Unter dem Namen Luzern verkehrt das in den Grundzügen aus dem Jahr 1886 stammende Schiff noch heute, gut erkennbar an der Bugpartie.


Kurz vor dem ersten Weltkrieg dient das, mit Ausnahme der Antriebsanlage, weitgehend den Thunersee-Schiffen entsprechende DGV 1 als Zielschiff für eine Regatta in Luzern. Noch ist kein Steuerhaus vorhanden.


Kurz vor der Veräusserung nach Deutschland liegt das nunmehr mit einem Steuerhaus versehene Schiff inaktiv in der Luzerner Werft.