1896 werden Sulzer und Escher Wyss um Offerten für ein schnelles und bequemes Schiff gebeten. In der Folge wird Ende Oktober bei Escher Wyss der Salondampfer Jungfrau bestellt. Die Inbetriebnahme erfolgt erst Ende Juni 1898, was damals einer langen Liefer- und Bauzeit entsprach. Das stattliche und komfortable Schiff
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bewährt sich von Anfang an nicht sonderlich gut. Die Stabilitätsverhältnisse sind schlecht, der Kohleverbrauch eher hoch. Bereits nach wenigen Jahren muss eine ganze Reihe von Massnahmen vorgenommen werden um die Stabilität wenigstens etwas zu verbessern. - Von 1915 bis 1925 ist das Schiff ausser Dienst. Danach folgen
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wieder einige Einsatzjahre, aber bereits 1932 wird die Jungfrau erneut stillgelegt. Im Sommer 1937/38 folgen die letzten Einsätze. In den Jahren danach liegt das Schiff in der Aare in Interlaken und verkommt immer mehr. Zu guter Letzt wird das Schiff auch noch mutwillig geflutet bevor es 1951 abgebrochen wird.
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Noch verkehrt auf der rechten Thunersee-Seite keine Strassenbahn. So macht sich um 1900 ein zunehmendes Bedürfnis für vermehrte Lokaldienste im unteren Seebecken bemerkbar. Daher wird bei Sulzer der kleine Schraubendampfer Spiez bestellt, der im Sommer 1901 in Dienst gestellt werden kann.
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Um das Boot rationeller einsetzen zu können, wird es bereits 1911/12 um 3 Meter verlängert und erhält geschlossene Aufbauten. Die Tragkraft steigt von 120 auf 200 Personen. Bis 1935 wird das Schiff sehr intensiv eingesetzt, danach gehen die Fahrleistungen massiv zurück.
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1951/52 wird die Spiez auf Dieselantrieb umgebaut. Gleichzeitig werden die Aufbauten etwas ansprechender gestaltet. Mit Inbetriebnahme des MS Stockhorn 1974 wird das Schiff in die Notreserve verdrängt und kommt fast nur noch für Extrafahrten zum Einsatz. Das Schicksal des Veteranen ist zur Zeit eher ungewiss.
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1906 wird nun doch auch auf dem Thunersee ein Salon- dampfer in Betrieb genommen - über 30 Jahre später als auf dem Brienzersee! Bisher bestand die Flotte aus Halb- salon- und Glattdeckdampfern. Die Blümlisalp I findet schnell die Gunst der Fahrgäste und wird intensiv einge- setzt. Bis 1914 legt das Schiff fast 120'000 km zurück.
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Oben ist das neue Schiff in Interlaken West zu sehen, links im Sommer 1908 an der Ländte Beatenbucht. |
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Ein Sprung ins Jahr 1966 zeigt den Stapellauf der Blümlisalp I am 12. Mai nach der vorläufig letzten Hauptrevision. Die Einheit ist jetzt ganz weiss gestrichen, wenn sich auch sonst in den vergangenen 60 Jahren prktisch nichts geändert hat. Hingegen sind die Einsätze ab dem ersten Weltkrieg massiv zurückgegangen. Der
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Dampfer wird während vielen Jahren fast nur an Sonn- tagen eingesetzt. Erst ab den Fünfzigerjahren sind wieder Jahresleistungen von 5000 km und mehr zu verzeichnen. Zweimal Blümlisalp am 4. Juni 1971 in Thun. Zwei Monate später wird das Schiff ausgemustert. Glücklicher- weise "nur" für 22 Jahre... |
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Auf dem Brienzersee sind 1913 bereits 3 Salon- und 2 Glattdeckdampfer in Betrieb. Mit DS Lötschberg wird ein viertes Salonschiff bestellt. Die Frequenzen sind hoch, denn noch bewältigt die Schifffahrt den gesamten Transitverkehr. Die Brünigbahn von Luzern hat ihren Endpunkt noch bis 1916 in Brienz.
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Oben zeigt sich die noch unfertige Lötschberg nach dem Stapellauf vom 31. März 1914. Das Schiff wird schwimmend fertig ausgerüstet. Links steht der Dampfer um 1925 in Interlaken Ost. Das nach hinten offene Steuerhaus wich 1953 einer allseitig geschlossenen Ausführung.
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Anlässlich der Jungfernfahrt des neuen MS Iseltwald präsentiert sich hier das im Vorjahr auf Ölfeuerung umgestellte DS Lötschberg in Iseltwald.
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Im Sommer 1974 verkehrt das Schiff letztmals ohne Oberdeckverglasung. Hier nähert sich der zu jener Zeit letzte BLS-Dampfer und das letzte Oberländer Schiff im lange Zeit vorherrschenden braunen Farbkleid der Ländte Bönigen.
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