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Um den Lokalverkehr auf dem Murtensee zu beleben, wird 1898 vom Untersee und Rhein der Doppelschrauben-
dampfer Rhein (1891) erworben und als Morat in Betrieb genommen. Das Schiff bleibt weitgehend unverändert bis zur Ausserdienststellung 1921. Der Lokalverkehr erweist sich als chronisch defizitär...
Das obere Bild zeigt die Morat im Übernahmezustand, auf dem unteren Bild ist der Dampfer kurz vor der Aus-
rangierung zu erkennen. Der Anstrich hat geändert, der Namenszug ist jetzt in grossen Lettern angebracht und es wurden Sonnensegel montiert.
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Im Januar 1911 wird vom Lac Léman der dort überzählige Dampfer Cygne angekauft, nach La Neuveville am oberen Ende des Bielersees überführt und dort umgebaut. Dabei werden die Aufbauten weitgehend neu erstellt. Bereits Anfang Mai kann das Schiff als Stadt Biel I in Dienst gestellt werden. - Der kleine Doppel-Halbsalondampfer
befriedigt während seiner relativ kurzen Zeit auf dem Bielersee nie ganz. Es erstaunt daher nicht, dass bereits 1932 die letzten Einsätze der Stadt Biel I erfolgen. Ein Jahr später wird das Schiff abgebrochen.
Oben kurz nach Inbetriebnahme in den Bieler Hafen einfahrend, unten Ende der Zwanzigerjahre vor Vingelz.
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Ebenfalls 1911 wird das durch die Hitzler-Werft in Ham-
burg erbaute Benzinmotorboot Jolimont für schwach frequentierte Kurse in Betrieb genommen. 1955 wird das Boot an Privat nach Basel verkauft, um in den Siebziger-
jahren wieder auf den Bielersee zurückzukehren. Als Privatboot verkehrt die ehemalige Jolimont nun unter
dem Namen «Archaeopterix».
1999 wird das zum Wrack verkommene Boot durch Guido Schuppisser übernommen und komplett restauriert. 2003 erfolgt die zweite Jungfernfahrt, jetzt wieder unter dem ursprünglichen Namen Jolimont.
Zum heutigen Eigner: MS Jolimont
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Auch auf dem Bielersee entwickeln sich die Frequenzen erfreulich. So wird 1912 beschlossen, einen mittelgrossen Halbsalondampfer zu beschaffen. Da aber dennoch Spar-
samkeit angesagt ist, übernimmt man vom Lac Léman den Dampfer G.Tell III um gewisse Einzelteile und dessen oszillierende Dampfmaschine im neuen Schiff zu ver-
wenden. Im Juni 1913 kann die Berna I feierlich einge-
weiht werden. - Als einziges Schiff der drei Juraseen kann die Berna I sein Heimatgewässer nicht verlassen. Die Stabilität gibt bei diesem Halbsalondampfer dauernd zu reden. Im Sommer 1956 muss wegen den sich mit den Jahren weiter verschlechterten Stabilitätsverhältnissen
das Oberdeck gesperrt und die Tragfähigkeit reduziert werden. - Ende Juni 1964 wird das Schiff letztmals eingesetzt und im folgenden Winter abgebrochen.


Das oberste Bild zeigt die Berna I im ersten oder zweiten Betriebsjahr, die mittlere Aufnahme entstand um 1950 und die Maschine mit Baujahr 1888 wurde kurz vor der Ausmusterung fotografiert.

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