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Wie in der Epoche bis 1869 beschrieben, sind auf dem Neuenburgersee nur gerade zwei Dampfschiffe vorhanden. So verwundert es nicht, dass in Murten eine neue Gesellschaft entsteht, da man sich vom regelmässigen Schiffsverkehr weitgehend abgeschnitten sieht. Diese «Société Moratoise de Navigation» bestellt 1869 mit der Hallwyl ein kleineres Eindeckboot um diesem Umstand abzuhelfen. Bereits drei Jahre später fusioniert die Gesellschaft mit der «Société Fribourgeoise». Daraus entsteht die heutige LNM. Diese beschafft 1889 mit DS Helvétie den ersten Halbsalondampfer der Juraseen. Mit den nun vorhandenen vier Schiffen wird während mehr als 20 Jahren der gesamte Verkehr auf dem Neuenburger- und Murtensee abgewickelt. Dabei sind die transportierten Gütermengen recht beachtlich. Oft sind die Vorschiffe restlos mit Waren und Tieren belegt. An Sonntagen werden aber auch Fahrten zur St. Petersinsel im Bielersee angeboten. Dabei wird dort in unmittelbarer Nähe des alten Klosters auf der Südseite der Insel angelegt.

Auf dem Bielersee wir der Grundstein der heutigen Schifffahrt 1885 gelegt. Im abseits des Verkehrs liegenden Städtchen Erlach regt sich der Wunsch nach einer Schiffsverbindung zum Bahnhof des gegenüberliegenden La Neuveville. Daraus entsteht die Gesellschaft «Union», welche 1887 den gleichnamigen Schrauben-
dampfer in Betrieb nehmen kann. Bereits zwei Jahre später folgt als etwas grössere Ausgabe der J. J. Rousseau I, der in der Folge während mehr als 60 Jahren unermüdlich Fahrgäste und Güter zwischen Erlach und Neuenstadt transportiert. Abstecher seeabwärts Richtung Biel sind insbesondere am Anfang sehr selten, bleiben aber auch in späteren Jahren die absolute Ausnahme für dieses Schiff.

DS Hallwyl kommt 1870 auf Initiative aus der Stadt Murten in Betrieb. Der kleine und gänzlich offene Glattdecker zeigt sich hier im Originalzustand im alten Hafen von Neuchâtel. Kaum zu glauben dass gerade dieses Schiff sehr populär wurde und mit fast 1,5 Mio km auch die höchste Kilometerleistung aller Schiffe der
Juraseen totalisieren sollte. 1888 wird das Mittelschiff überdacht und nach vorne mit Türen versehen. Zudem wird eine neue, leistungsfähigere Maschine eingebaut. Nach diesem Umbau steht das Schiff um 1896 an der Aussenmole des Neuenburger Hafens. - 1905 wird das Schiff um 3,6 m verlängert und erhält abermals eine
neue, moderne Maschine. - Um 1925, bereits im End-
zustand, ist die Hallwyl hier an der Landestelle Cudrefin im Lokalverkehr des Südufers zu sehen. Gut zu erkennen ist das Steuerrad für das Bugruder - wo bereits ein vorwitziger Junge «Position» bezogen hat. Das Schiff wurde 1955 ausser Dienst gestellt.
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Nach Abschluss der 1. Juragewässer-Korrektion wird 1879 einer von fünf für die JGK erbauten Schleppdampfer übernommen. Als La Broye wird das Boot im Schlepp-
dienst und für alle möglichen Sondertransporte einge-
setzt. 1918 wird die Einheit ausgemustert.
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1881 erscheint mit der Helvétie I der erste Halbsalon-
dampfer auf den Juraseen. Das von Escher-Wyss erbaute Schiff weist mit einer Länge von 41,6 m und einer Breite von 9,6 m eher bescheidene Ausmasse auf. Anfänglich ist das Mitteldeck vollständig offen. Hier ist das Schiff um 1895 bereits mit einer Überdachung und einem leicht
geschützten Steuerstand unterwegs.

Anfangs des 20. Jahrhunderts führt eine sonntägliche Ausflugsfahrt mit der Helvétie I auf die St. Petersinsel. Diese Fahrten erfreuen sich grosser Beliebtheit. Die Aufnahme entstand um 1907.
1912 wird das Schiff in Yverdon umbenannt. Gleichzeitig wird das Mittelschiff abgeschlossen und der Steuerstand darin integriert. Hier läuft der Dampfer um 1934 in den Neuenburger Hafen ein. Gut zu sehen ist die nur im Winter angebrachte Verschalung hinter den Radkasten.
Das Schiff verkehrt bis zur Ausrangierung Ende 1960 in diesem Zustand.
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1887 taucht in Erlach am Westende des Bielersees der kleine Dampfer Union auf. Er wird im Querverkehr nach dem gegenüberliegenden La Neuveville eingesetzt. Das Schiff erweist sich bald als zu klein und wenig komfortabel. 1913 wird es ausser Dienst gestellt und drei Jahre später abgebrochen.
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Der Querverkehr entwickelt sich sehr erfreulich. Schon 1889 wird mit dem J.J. Rousseau I ein zweiter Schraubendampfer in Betrieb genommen. Dieser wird in der Folge bis zur Ausrangierung im Dezember 1953 praktisch ohne Unterbruch zwischen Erlach, Neuenstadt und der St. Petersinsel eingesetzt.

1929 wird das Schiff mit einem Dieselmotor ausgerüstet. Gegen das Ende seiner Karriere liegt der Rousseau hier im Hafen von Erlach. Dahinter ist das vom Luganersee stammende Boot Jolimont zu erkennen.

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