Der Rumpf der ersten Dampfschiffe der Schweiz war aus Holz gefertigt. Der erste Dampfer aus Eisen war der neuenburgische «Industriel» im Jahre 1834. - Die Frühzeit der Schifffahrt auf den einheimischen Gewässern liess, aus heutiger Sicht betrachtet, völlig spartanische Schiffe entstehen. Gedeckte Räume gab es nur in der Schale. Diese Kajüten waren meist dunkel, da nur durch ein paar Bullaugen etwas Licht eindrang. Die elektrische Beleuchtung kannte man ja erst später.
Der vordere Teil der Schiffe war in der Regel dem weniger zahlungskräftigen Publikum zugeteilt (2. Klasse). Die Fahrgäste mussten hier ihren Platz aber häufig mit Gütern und Tieren, die transportiert wurden, teilen. Der Bereich hinter Maschinen und Kesseln war etwas komfortabler gestaltet, oft mit Sonnenzelt bzw. festem Dach auf Deck. Die Kajüte war ebenfalls dunkel, aber für die Passagiere der 1. Klasse immerhin etwas angenehmer eingerichtet.
Selbstverständlich war auch das Schiffspersonal Wind und Wetter ausgesetzt. Der Steuermann verrichtete seine anstrengende Arbeit im Heck direkt über dem Ruder, das er mit einer Pinne oder mit einem dort angebrachten Steuerrad zu bedienen hatte. Irgendwelche mechanischen Hilfen waren unbekannt. - Auf dem Neuenburgersee und auf den Oberländer Seen waren einige Schiffe mit solchen Einrichtungen auch im Bug ausgerüstet, um die teils langen Rückwärtsfahrten auf diese Art besser und sicherer zurück legen zu können.