Doch erst die vier hier gezeigten Schiffe brachten den wirklichen Aufschwung. Zählte man 1855 auf den beiden Seen noch bescheidene 55'541 Fahrgäste, waren es 1869 mit 223'340 bereits viermal mehr.
DS Stadt Thun I wird 1856 in Betrieb genommen. Hier liegt das Schiff im Originalzustand an der Ländte Freienhof in Thun. Sehr gut zu erkennen ist das geflochtene Schanzkleid, wie es in der Anfangszeit der Dampf- schifffahrt häufig vorkam. Auffällig auch die gezackte Kaminkrone.
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1904 verlässt das Schiff die Station Scherzligen, wo die Reisenden mit dem Zug von Bern eingetroffen sind. Das Mittelschiff wurde bereits 1892 überdacht und nach vorne abgeschlossen, der Klipperbug zehn Jahre später in senkrechte Bauart abgeändert. 1906 wird ein Steuerhaus aufgebaut. Da der Glattdecker
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hauptsächlich in der Vor- und Nachsaison verkehrt, wird der Unterhalt auf ein Minimum beschränkt. Dies führt zu wiederholten Rügen der Aufsichtsbehörde. So erstaunt es eigentlich nicht, dass die Stadt Thun I mitten in der Saison 1924 als "nicht mehr betriebsfähig" ausgemustert und fünf Jahre später abgebrochen wird.
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1857 folgt auf dem Brienzersee mit DS Interlaken I ein weiteres Escher-Wyss-Schiff, wenn auch in wesentlich bescheideneren Ausmassen als die Stadt Thun. Im Ur- sprungszustand liegt das Schiff hier beim Zollhaus (Inter- laken-Ost). Rechts ist die Schale des kleinen Schrauben- dampfers Giessbach II (in Dienst 1856 57) zu erkennen.
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Um 1900 liegt die Interlaken I in der Aare bei Interlaken in einem noch sehr archaischem Zustand. Erst 1906 erhält das Schiff - als letztes der Oberländer Flotte - eine Überdachung des Mittelschiffes, wobei gleichzeitig am Heck (!) ein Steuerhaus aufgebaut wird. Nach langem Hin und Her mit der Aufsichtsbehörde kann
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1917 doch noch ein Steuerhaus an üblicher Stelle aufgebaut werden. Bug- und Hecksteuerung werden somit zentralisiert. Die Tragfähigkeit muss um 50 auf 150 Personen reduziert werden. Gegen das Ende seiner Karriere läuft der Glattdecker nach einer Seeüberquerung in Rückwärtsfahrt in Bönigen ein.
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Das eher bescheidene Schiff wird in den letzten rund 30 Jahren fast nur in der Vor- und Nachsaison eingesetzt. Nach der Inbetriebnahme des MS Rothorn ist ab 1951 kein Bedarf mehr vorhanden. - Das Bild zeigt die Abbruch- arbeiten in Interlaken. Gut zu sehen ist die rechteckige Heckform, wie sie viele der ersten Dampfschiffe aufwiesen.
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Bereits 1859 wird mit DS Giessbach III das zweite neue Brienzersee-Schiff in Betrieb genommen. Die Einheit bewährt sich sehr gut. Mit 100 Jahren erreicht denn der Dampfer auch ein überdurchschnittlich hohes Alter. Das Bild entstand um 1865 beim Zollhaus (heute Interlaken-Ost).
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Im Winter 1899/1900 wird das Mittelschiff überdacht und nach vorne abgeschlossen. Gleichzeitig wird eine neue Maschine eingebaut, welche glücklicherweise beim Vaporama in Thun betriebsfähig erhalten ist. Das Hecksteuerhaus wurde 1906 aufgebaut.
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1918 werden die Steuerungen in einem Steuerhaus an üblicher Position zentralisiert. DS Giessbach III ist häufig alleine auf dem Brienzersee anzutreffen. Es erreicht bis zur Ausserdienststellung 1956 fast jedes Jahr die höchste Kilometerleistung. - Hier treffen wir das Schiff im Endzustand in Bönigen. |
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1861 folgt auf dem Thunersee die etwas grössere Stadt Bern I. Vor der Kulisse des Niesen verlässt das Schiff 1896 die Aare Richtung See. Als letztes Schiff der Schweiz trägt die später zu einem Halbsalondampfer umgebaute Einheit einen Batteriestreifen. Das 25 Jahre zuvor in Dienst gestellte DS Beatus wies nie einen solchen |
auf!
1904 verlässt die Stadt Bern I die Landestelle Beatenbucht. Das Mittelschiff ist überdacht und nach vorne abgeschlossen. Noch aber handelt es sich um einen Eindeckdampfer.
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Nach dem Umbau 1909/10 zum Halbsalonschiff ist die Stadt Bern I hier beim Anlegemanöver in Faulensee zu sehen. Gut zu erkennen ist auch der mehrfarbige Anstrich. Das Schiff wird bis zum Abbruch 1956 - nach 95 Dienstjahren - sehr intensiv eingesetzt.
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