Bereits drei Jahre nach dem Lac Léman begann mit der Union die Dampfschifffahrt auf den Juragewässern, vorerst beschränkt auf den Neuenburgersee. 1834 folgte das erste eiserne Dampfschiff der Schweiz - die durch den Fabrikanten Philippe Suchard betriebene L'Industriel.
Bis 1869 nehmen sechs verschiedene Gesellschaften insgesamt zehn Schiffe in Betrieb. Hinzu kommen in Solothurn drei weitere Schiffe. Doch die Phase der Prosperität hält nicht lange an. Mit dem Bau der Eisenbahnlinien von Solothurn bis Yverdon (durchgehende Verbindung ab September 1860) wurde einem Grossteil der Schifffahrt die Existenzgrundlage entzogen. So finden sich 1869 lediglich noch die hier gezeigten Schiffe Cygne und Gaspard Escher.
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Im alten Hafen steht ein unbekannter Eindeck-Dampfer. Auffallend an diesem Schiff ist nebst den versenkten Radkasten insbesondere der senkrechte Bugsteven. In dieser frühen Epoche waren die Schiffe üblicherweise mit Klipperbug ausgestattet.
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DS Jura (1852) hiess bis 1896 «Cygne». Die Aufnahme bei der Einfahrt in den Hafen Neuchâtel zeigt das Schiff nach der Umbenennung um 1897. Auffallenderweise trug der Dampfer für kurze Zeit ein Steuerhaus, das allerdings bald wieder der neuenburgischen «Standard-Ausführung» wich. (Siehe dazu die nächsten Bilder.)
Gegen Ende seiner Karriere steht die Jura im Hafen des historischen Kleinstädtchens Murten. Gut sichtbar der hölzerne Radkastenoberteil.
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Kurz nach der Einfahrt in die Broye hält DS Gaspard Escher (1858) in La Sauge. Praktisch das ganze Vorschiff ist mit Stückgütern vollbeladen. Die Aufnahme entstand um 1900.
Kurz vor der Umbenennung in Helvétie II (1913) präsentiert sich hier der Gaspard Escher mit senkrechtem Bug und in hellen Farbtönen. Ab 1913 sollte das Schiff aber nochmals für einige Jahre mit schwarzer Schale verkehren. Gut zu erkennen das ausserordentlich lange Vorschiff.